Wanderung der CSU-Senioren

Bei schönstem Sommerwetter wanderte eine Gruppe der CSU-Senioren des Landkreises Rottal-Inn von Leonberg aus zuerst zum nahegelegen Bemberger-Wald. Dort wurden die zwei  Hügelgräber aus der Bronzezeit besichtigt und vom Heimatforscher Hermann J. Lindner ausführlich erklärt. Expositus Josef Nömaier, der  Pfarrer in Erlbach war, öffnete 1875 ein Hügelgrab und fand u. a. ein Bronzeschwert. Dieses Schwert hat Nömaier mit  anderen gefundenen Gegenständen dem Historischen Verein von Oberbayern übergeben und befinden sich heute in der Prähistorischen Staatssammlung München. Diese Gegenstände stammen aus der Zeit der indogermanischen Sprachenfamilie. Es kann davon ausgegangen werden, dass um 2000 v. Chr. bereits die Flüsse Inn und Alz als wichtige Handelswege galten. Aus den Grabbeigaben kann abgeleitet werden, dass ein Stammesfürst hier seine letzte Ruhestätte fand, so der Heimatforscher. Anschließend fuhr die Gruppe zur von Sondengeher Werner Mayer im Herbst 1999 erforschte Keltensiedlung in der Nähe der Leonberger Kirche. Diese indogermanische Sprachfamilie besiedelte über ein Jahrtausend das Gebiet von der Atlantikküste bis nach Griechenland und der heutigen Türkei. Neben der Landwirtschaft und Handwerk wurde von den Kelten auch die ersten bekannten Münzen geprägt. Alle Teilnehmer waren überrascht welch gewaltiger Schutzwall vor über 3000 Jahren zum Schutz vor wilden Tieren aber auch vor feindlichen Gruppen hier mit einfachsten Mitteln geschaffen wurde. Neben der von Werner Mayer erstellten Zeichnung über das vermutliche Keltendorf in Leonsberg händigte Lindner auch Blätter über die von Mayer gefundenen Gegenstände an die Teilnehmer aus. Anschließend besichtigten die Teilnehmer die dem hl. Sebastian geweihte Kirche von Leonberg. Es war ursprünglich die Burgkapelle der Leonberger Grafen. Philipp Appian berichtete 1580 noch über die Ruinen der Burg von Leonberg in seinen Aufzeichnungen. Die Burgkapelle selbst wurde 1586 abgebrochen und an der heutigen Stelle wieder aufgebaut. Die Burg versank durch die Unterspülung der sogenannten Dachlwand  in den Fluten des Inn. Nach der Kirchenbesichtigung wanderte die Gruppe zum ursprünglichen Ort wo im 16. Jahrhundert die Burg mit der Kapelle stand. Anschließen wanderten sie zum Biergarten von Leonberg. Der Kreisvorsitzende der CSU-Senioren, Lothar Müller, dankte dem Heimatforscher für seine vorzügliche Führung mit Erklärung und für die ausgehändigten Unterlagen. Die kleine Gruppe lobte die Informationen von Lindner. Immer wieder eine Erfahrung wert -  diese Wanderungen.